Kabelwerk Oberspree (KWO) damals
Ende der neunziger Jahre des 19.Jahrh. ging man mehr und mehr dazu über, elektrische Freileitungen durch unterirdisch verlegte Kabel zu ersetzen. Um den steigenden Bedarf an isolierten Drähten entsprechen zu können, wurde das Kabelwerk Oberspree gegründet, das 1898 die Produktion aufnahm.
Kabelwerk Oberspree
(KWO)
Vorläufer: Kabel für Schwachstromanwendungen (bes. für Telegraphie) gab es ab Anfang des 19.Jahrhunderts. Die Grundlagen der Starkstromtechnik wurden von Thomas Alva Edison (1847-1931) entwickelt. Der Aufbau der elektrischen Industrien basierte auf seinen mehr als 1.000 grundlegenden Patenten (für Glühbirnen, Schalter, Motoren, Magnete etc.)

1882 erwarb Emil Rathenau, Gründer und späterer Generaldirektor der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft (AEG), die Rechte für die Nutzung der Edison-Patente in Deutschland. Eine vertraglich geregelte Interessenabgrenzung mit Siemens ließ der AEG freie Hand im Konzessions- und Finanzierungsgeschäft. Innerhalb von wenigen Jahren gelang es Rathenau., aus der AEG ein international tätiges Unternehmen mit mehreren tausend Mitarbeitern zu formen, das in sämtlichen Bereichen der Starkstromtechnik tätig war.

Das Engagement der AEG in Schöneweide begann mit dem Bau des ersten Drehstrom-Kraftwerks in Deutschland. Mit der neuen Drehstromtechnologie war es erstmals möglich, elektrische Energie außerhalb der Stadt zu produzieren und verlustfrei über große Entfernungen zu transportieren. Architekt Paul Tropp gestaltete die Maschinenhalle mit einer filigranen Fassade, die an damalige Kaufhäuser erinnert.

KWO im Aufbau: 1895 kaufte Emil Rathenau ein Areal mit 92.000 qm direkt neben dem Kraftwerk für den Bau des Kabelwerks Oberspree (KWO). Die schnell wachsende Fabrikanlage galt als sehr modern, alle Maschinen und Transportmittel waren komplett elektrifiziert. Die Produktionsgebäude wurden in Stahlskelettbauweise errichtet, die weiten Hallen ermöglichen flexible Nutzungen.

Das Kabelwerk wurde von der AEG als Kombination verschiedener Betriebe so gebaut, dass alle Produktionsschritte für Kabel und Leitungen im Werk hergestellt werden konnten. Im Herbst 1897 nimmt das KWO mit 500 Beschäftigten den Betrieb auf. Im damaligen Geschäftsbericht heißt es:
"Schon im Verlauf von wenigen Monaten steigerte sich indessen der Absatz aller Erzeugnisse in solchem Maße, daß die Werkstätten trotz Hinzunahme von Nachtschichten weder für die alten Fabrikationszweige noch für die neu hinzugekommenen Betriebe: die Bleikabelfabrik und das Kupferwerk genügend Raum boten. Wir sahen uns deshalb veranlaßt, im Frühjahr zu erheblichen Vergrößerungen der Anlagen zu schreiten und die gesamte nutzbare Fläche der Werkstätten auf 30.000 m² zu vermehren.“

Wie sein Vater war auch Erich Rathenau gelernter Maschinenbauer. Er war dessen große Hoffnung und sollte sein Nachfolger werden. Da er von klein auf gesundheitlich labil war, fuhren die Eltern oft mit ihm zu Kuren. Erich war begeistert von neuen Technologien und leitete den Aufbau des Kabelwerks. Doch dann verstarb er unerwartet auf einer Erholungsreise in Ägypten. Ein tiefer Schock für die Eltern! In Nachfolge seines Sohnes übernahm Emil Rathenau selbst die Leitung des KWOs.

Foto: Antennen zwischen den Schornsteinen. Das KWO war auch Forschungszentrum für drahtlose Telegrafie.
Unter der Leitung von Erich Rathenau wurden im KWO ein Telefonwerk und ein Hochspannungslabor für die Entwicklung der drahtlosen Signalübertragung eingerichtet. Das „Slaby-Arco System“ bestand aus Sende- und Empfangsanlagen. Zwischen den 70m hohen Schornsteinen des Kraftwerks wurden Antennen von 120m Länge installiert. Mit dieser Technologie wurde die kaiserliche Marine ausgestattet.

In mehreren Bauphasen entstand ein einheitliches Ensemble aus Hallen und Stockwerksfabriken. Das gesamte Werk war von Beginn an komplett elektrisiert.
1900 waren bereits 800 Elektromotoren installiert, mehr als 2.000 Glühlampen und 400 Bogenlampen erleuchteten den Betrieb. Für die Berliner und ihre Gäste gehörte das moderne Kabelwerk fest zum Besuchsprogramm.

Foto: Mit dem „Klingenbergwagen“ stieg die AEG in Schöneweide in den Automobilbau ein.
Emil Rathenau erkannte früh, dass dem Automobil die Zukunft gehört. Das KWO bot ausreichend Platz und technische Möglichkeiten für die Produktion. Um 1900 startete die AEG erste Versuche mit der Herstellung des „Klingenberg-Wagens“ - mit einem Einzylindermotor und 5 PS Leistung. Als sich das Modell als Flopp erwies, kaufte die AEG die Firma Kühlstein-Wagenbau auf. Unter dem Label „Neue Automobilgesellschaft“(NAG) wurden im KWO ab 1901 erfolgreich Elektromobile produziert.

Für den wachsenden Strombedarf mussten immer höhere Spannungen in immer größere Entfernungen übertragen werden. Im KWO wurde intensiv nach neuen Isolierstoffen für Kabel geforscht. Ziel war die Unabhängigkeit von importierten Rohmaterialien wie Kuper und Gummi. Um Zulieferer zu ersetzen, wurde eine eigenen Metallbearbeitung mit
Kuperwalzwerk, Messingwalzwerk, Stanz – und Presswerk aufgebaut.
Mit 12kv Massekabel aus dem KWO wurde die Londoner U-Bahn erlektrifiziert.

Das Kabelwerk entwickelte sich zum größten und wichtigsten AEG-Betrieb mit 8.000 Arbeitern. Produziert, entwickelt und geforscht wurde in den Bereichen Elektrotechnik, Metallindustrie und Maschinenbau. Die 60kv Massekabel wurden bis nach Afrika geliefert.

Oberschöneweide ist eng verbunden mit dem Namen der Familie Rathenau.
Emil Rathenau machte OSW zum Stammsitz der AEG und legte den Grundstein für eines der wichtigsten Industriereviere der damaligen Welt.
Mit 76 Jahren starb er an den Folgen seines Diabetes. Sein Sarg wurde im KWO aufgebahrt. Am 20.6.1915 säumten Zehntausende seinen letzten Weg vom Kabelwerk bis zum Waldfriedhof in Schöneweide. Sein Sohn Walter Rathenau übernahm die Nachfolge als Präsident der AEG
Erster Weltkrieg
Wie alle großen Unternehmen, so musste auch das KWO auf Kriegsproduktion umstellen Täglich wurden 50 000 Stahlkartuschen für Granaten produziert, dazu Mörserhülsen, Hartgummiverteilerplatten für Feldküchen, Zündapparate , Munitions- und Scheinwerferwagen, Feldbetten und Stacheldraht.
In Kriegszeiten arbeiteten bis zu 24.000 Menschen im KWO.
1920 – 1939
In den 20er Jahren erlebte das KWO einen erneuten Aufschwung. Die Fertigungsflächen wurden aufgestockt und verdichtet, neue Anlagen wurden im modernen Bauhausstil errichtet. Werkhöfe mit in sich geschlossenen Fabriken gliederten das Gelände. 1929 bestand das Werk aus 25 großen Hallenblöcken und vielen kleineren Gebäuden. Der gelbe Backstein wurde beibehalten und sorgte für ein einheitliches Erscheinungsbild der AEG-Gebäude. – Finanzielle Stabilität versprach der Einstieg der amerikanischen General electric Company (GE), die Ende der 20iger Jahre 12,5 % an der AEG hielt.
Zweiter Weltkrieg
Mit Beginn des Krieges musste auch das KWO vor allem militärischen Anforderungen entsprechen.
Das zentral zur Verfügung gestellte Materialen und Arbeitskräfte durften nur für kriegs- und lebenswichtige Zwecke verwendet werden.
Die AEG steigerte den Rüstungsanteil an der Gesamtproduktion von anfangs 3,5% auf etwa 11%. Das KWO steigerte die Produktion um etwa 10%. Der Einsatz von Elektrotechnik war für die Wehrmacht und die Industrie entscheidend. Dafür wurden die Maschinenkapazitäten erweitert. Um unabhängig von Rohstoffen aus Übersee zu werden, wurden zwangsläufig neue Verfahren entwickelt.
1936 wurde ein Koaxialkabel für die Fernsehübertragung Berlin–Leipzig eingesetzt, 1938 erfolgte die Verlegung einer 150-kV-Trasse von Rotterdam nach Den Haag.
Zwangsarbeiter
Im Kriegsverlauf wurden immer mehr deutsche Männer eingezogen. Durch die „totale Mobilmachung“ mussten die KWO-Arbeiter nun 72 Stunden wöchentlich arbeiten, dazu wurde eine „Arbeitsdienstpflicht“ für Frauen eingeführt.
Dann wurden auch Kriegsgefangene eingesetzt. Ab 1939 setzte die AEG verschleppte Menschen als Zwangsarbeiter ein. 1941 stellten sie ein Drittel der gesamten Belegschaft. In Treptow-Köpenick gab es mehr als 200 Zwangsarbeiterlager und zwei KZ-Außenlager. Viele überlebten die brutalen Arbeits- und Lebensbedingungen nicht.
Jelena
Als 17-Jähringe wurde Jelena Lupalowa aus der Ukraine nach Berlin verschleppt. Im KWO musste sie unter SS-Bewachung an der Wickeldrahtmaschine arbeiten.
Nach einem Fluchtversuch wurde sie im KZ Ravensbrück interniert und erkrankte an Typhus. Im August 1945 konnte sie nach Hause zurückkehren.
Auf Einladung der „deutsch-sowjetischen Freundschaft“ besuchte sie 1982 wieder das KWO. An ihrem ehemaligen Arbeitsplatz holten sie furchtbare Erinnerungen ein.
Kriegsende
Im April 45 besetzte die Rote Armee Schöneweide. Das KWO wurde nun von sowjetischen Soldaten bewacht und erhielt einem sowjetischen Kommandanten. Knapp ein Fünftel aller Maschinen und Anlagen im KWO galten als unbrauchbar. Anfangs waren sie überwiegend mit Aufräumarbeiten und dem Verladen von Demontagegut beschäftigt. Neben der Herstellung von Kabeln wurden auch dringend benötigte Konsumgüter wie Löffel, Bratpfannen Öfen, und Feuerzeuge produziert. Das KWO diente der Roten Armee zunächst als Umschlagplatz für Demontagegut. Anfangs war man sie überwiegend mit Aufräumarbeiten und dem Verladen von Demontagegut beschäftigt. Neben der Herstellung von Kabeln wurden Abfälle dazu benutzt, um dringend benötigte Konsumgüter wie Löffel, Bratpfannen Öfen, und Feuerzeuge zu produzieren.
Zunächst sollte das KWO vollständig demontiert und in die Sowjetunion gebracht werden. Tatsächlich abgebaut wurden das Kupferwalzwerk und Werkzeugmaschinen, später auch die Maschinen und Anlagen der Fernmeldeapparatefabrik. Schon Ende 1945 nahmen alle KWO-Betriebe die Produktion wieder auf.
Wie stark wurde das KWO zerstört?
Die Angaben dazu schwanken und liegen bei etwa 30 % an Maschinen und 20 % an Gebäuden. In den wichtigsten Kriegsabteilungen, wie z.B. dem Metallwerk, wurde das Produktionsniveau bis zum Kriegsende gehalten.
Große Schäden entstanden bei der „Schlacht um Berlin“, als die Wehrmacht mit der Sprengung umliegender Spree-Brücken den Vormarsch der Roten Armee zu stoppen versuchte. Bei den Endkämpfen wurden Gebäude zerstört, das Energienetz brach zusammen, das KWO hörte fast vollständig auf zu produzieren.

Wie alle Großbetriebe in Nazideutschland, so wurde auch die AEG von den Alliierten als „Kriegsverbrecher“ eingestuft. Das Betriebseigentum der AEG im Osten Deutschlands wurde beschlagnahmt und treuhänderisch der Sowjetischen Militäradministration übertragen. Das KWO wurde offiziell aus dem AEG-Konzern herausgelöst und ging als „Sowjetische Aktiengesellschaft“ in den Besitz der Sowjetunion über. Eine „Entnazifizierungskommission“ im KWO erfasste insgesamt 333 Mitglieder der Nazipartei, die teilweise verurteilt und entlassen wurden. Als Ziel für den beginnenden Wiederaufbau galt das Produktionsniveau aus den Jahren zwischen1939-1943, als das KWO höchste Leistungen erbrachte. 1946 arbeiteten bereits wieder 3.200 Personen im KWO.

Foto: Versammlung auf dem KWO – Gelände am 1. Okt. 1949 - wenige Tage vor der offiziellen Gründung der Deutschen Demokratischen Republik.
Alle Betriebe der AEG in der sowjetischen Besatzungszone wurden entschädigungslos enteignet. Da das KWO nun in sowjetischem Besitz war, wurden weitere Demontagen eingestellt. Die sowjetische Werksleitung versorgte das KWO mit den wichtigsten Rohstoffen. So stieg die Produktion schnell wieder an. Für die Energie-Erzeugnisse des KWO bestand großer Bedarf. Kabel und Leitungen wurden vor allem an die Sowjetunion geliefert. Und auch in Berlin wurde das zerstörte Energienetz mit den Produkten aus dem KWO wieder hergestellt.

Foto: KWO 1951 - Bevor das KWO an die neugegründete DDR übergeben wurde, fotografierten die Sowjets das Werk komplett durch.
1952 wurde das KWO der Regierung der DDR als „Volkseigentum“ übergeben und dem Industrieministerium direkt unterstellt. 1952 wurde die Wochenarbeitszeit auf 45 Stunden gesenkt. Unter der Leitung von Generaldirektor Georg Pohler konnte die Produktion stark gesteigert werden.

Foto: Verladung der Kabeltrommeln- KWO um 1961.
Das Werk hatte nun 5.000 Beschäftigte. Am Spreeufer wurde die große Fernmeldekabelfabrik wieder neu aufgebaut.
Traditionelle Kabelwerkstoffe aus Übersee wie Kupfer, Blei, Kautschuk standen nicht mehr uneingeschränkt zur Verfügung. Um sie durch Aluminium und synthetische Materialien ersetzen zu können, wurden im KWO Forschungs- und Entwicklungslaboratorien eingerichtet. ersetzt werden. Durch Weiterentwicklungen der verschiedenen Spezialkabel kamen immer mehr internationale Handelsbeziehungen zustande.

Foto: Flechtmaschinen für Metalldraht, KWO 1966
In den sechziger Jahren wurden ca. 85% der Starkstromkabel der DDR im KWO produziert. Exportiert wurde in mehr als 40 Länder. Erzeugnisse aus dem KWO waren in Kairo und Helsinki ebenso gefragt wie in Moskau und Havanna. Auch für den Ausbau Osteberlins wurden tausende Kilometer Kabel und Verbindungstechnik produziert. Für die Entwicklung neuer Technologien in der Aluminiumdrahtherstellung gewann das KWO 1971 den Nationalpreis der DDR, II. Klasse., für die Entwicklung von strahlenvernetzten Starkstromkabeln 1975 den Nationalpreis I. Klasse. Für weitere “Spitzenerzeugnisse“ wurde das KWO in den 80er Jahren auf der Leipziger Messe mit 10 Goldmedaillen ausgezeichnet. Auch wurde schon früh mit Lichtwellenleiterkabeln experimentiert. 1976 erhält das KWO den „Ehrennamen Wilhelm Piek“.

Foto: Dr. Georg Pohler – Bild aus: Wochenpost, 6.10.1989
Die Entwicklung des KWO ist maßgeblich mit dem Namen Georg Pohler (1913-1997) verbunden. Seine berufliche Laufbahn war außergewöhnlich. 1935 begann er als junger Ingenieur im AEG-Betrieb KWO. 1941 wurde er Entwicklungsleiter in den Draht- Laboratorien und der Ferrnmelde-Apparatefabrik, 1945 Betriebsleiter in der Lackdrahtfabrik. Als das KWO nach dem Krieg „Sowjetische Aktiengesellschaft“ wurde, wurde Pohler zum technischen Direktor ernannt. Mit Übergabe des KWO in „Volkseigentum“ beförderte man ihn zum Werkdirektor und 1967 zum Generaldirektor des gesamte Kabel-Kombinats mit 17.000 Kabelwerkern. Bis Mitte der 60iger Jahre wohnte er in West-Berlin. Täglich fuhr er mit seinem Wagen über die Grenze - ein Sonderstatus, der von seiner Bedeutung zeugt. Erst 1971 trat er in die SED ein - vorher nannte er sich selber einen "parteilosen Kommunisten". Pohler schuf KWO-Abteilungen für Grundlagenforschung und setzte sich für die produktionsnahe Technologieentwicklung ein. Während seiner 48jährigen KWO-Zugehörigkeit promovierte er sich gleich zweimal, meldete 26 Patente an bekam den „Vaterländischen Verdienstorden in Gold“ und war „Held der Arbeit“. Erst 1972 trat er in die SED ein. Pohler kümmerte sich persönlich um alle Betriebe und um die Probleme der Belegschaft. 1982 ging er in Rente, gegen den Willen der Parteiführung. Bis heute gilt er als sehr beliebt „Geh zu Pohler ist Dir wohler“

Foto: KWO 1985 – Zentrale Elasteaufbereitung – Fabrikanlage mit Silolager am Spreeufer.
Das neue Werk ging 1985 in Betrieb. Es produzierte Elast- und Plastmischungen für die Kabel- und Reifenindustrie. Da es auf dem dicht bebauten KWO-Werksgelände zu wenig Platz für eine große Fabrikanlage gab, musste zunächst Bauland aus der Spree gewonnen werden. Das Ufer wurde um 70m vorverlagert, das Baugelände mit Sand und Kies aufgefüllt. Am neu gewonnenen Ufer wurden Gleisanlagen installiert. Ziel war, der „zerklüfteten Uferbebauung“ des KWO eine „kompakte Bausubstanz entgegenzusetzen“. Das Gebäude wurde in Stahlbetonbauweise errichtet. Für die Gesamtanlage gewann das Architektenteam um Heinz Aust den Architekturpreis der DDR.

1989 gehörten dem Kombinat „VEB KWO“ 13 Betriebe mit rund 17.000 Beschäftigten an. Das Kombinat Kabel deckte bis auf wenige Ausnahmen das gesamte Kabelsortiment ab und hatte eine Warenproduktion von rund drei Milliarden DDR-Mark. Das KWO war „Stammbetrieb“ und galt mit 6.000 Beschäftigten als größtes und traditionsreichstes Kabelwerk der DDR